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In einer immer komplexeren und schnelllebigeren Geschäftswelt stoßen traditionelle Managementprinzipien zunehmend an ihre Grenzen. Organisationen aller Größen stehen vor der Herausforderung, agiler und anpassungsfähiger zu werden, während sie gleichzeitig mit dem rasanten technologischen Wandel Schritt halten müssen. In diesem Kontext haben sich zwei revolutionäre Managementansätze entwickelt: Management 3.0, ein von Jurgen Appelo 2011 eingeführter moderner Führungsansatz, und unFIX, ein flexibles Toolset für Organisationsdesign. Beide Ansätze haben kürzlich ihre Kräfte gebündelt, um als M3K die Zukunft des Managements im KI-Zeitalter zu gestalten. Dieser Artikel bietet einen umfassenden Überblick über alle drei Ansätze und zeigt praktische Anwendungsmöglichkeiten auf.

Management 3.0: Ein moderner Führungsansatz

Hintergrund und Entstehung

Management 3.0 wurde 2011 von Jurgen Appelo entwickelt, einem niederländischen Software-Engineer, Unternehmer und Managementexperten^5. Appelo erkannte, dass traditionelle Managementansätze in der modernen, komplexen Arbeitswelt nicht mehr ausreichten und entwickelte ein neues Konzept, das auf Erkenntnissen aus Psychologie, Komplexitätstheorie und Systemdenken basiert.

Um die Entwicklung von Management 3.0 zu verstehen, ist es hilfreich, die Vorgängermodelle zu betrachten:

Management 1.0 sieht die Menschen als austauschbare Teile einer großen Organisationsmaschine. Führungskräfte treffen alle Entscheidungen und kontrollieren die Ausführung strikt. Dieser Ansatz mag während der industriellen Revolution funktioniert haben, ignoriert jedoch die menschlichen Bedürfnisse und führt zu Unzufriedenheit^2.

Management 2.0 erkennt zwar an, dass Menschen das wertvollste „Gut“ eines Unternehmens sind, behält jedoch die hierarchischen Strukturen und den Top-down-Führungsstil bei. Beliebte Konzepte wie „Servant Leadership“ und „Total Quality Management“ fallen in diese Kategorie, scheitern jedoch oft an der Umsetzung in hierarchischen Systemen^2.

Management 3.0 geht einen Schritt weiter und betrachtet Organisationen als komplexe adaptive Systeme. Es geht nicht darum, Menschen zu verwalten, sondern ein System zu schaffen, in dem Menschen ihr Bestes geben können. Der grundlegende Gedanke: „Management is too important to leave to the managers!“ – Management ist zu wichtig, um es nur den Managern zu überlassen^4.

Die sechs Kernperspektiven

Management 3.0 wird oft durch das „Martie“-Modell visualisiert, ein Modell mit sechs „Augen“, die unterschiedliche Perspektiven des Managements darstellen^8:

Energize People (Menschen energetisieren): Die wichtigste Ressource einer Organisation sind die Menschen. Führungskräfte müssen alles tun, um die Mitarbeiter aktiv, kreativ und motiviert zu halten, indem sie an ihre intrinsischen Motivatoren appellieren^2.

Empower Teams (Teams befähigen): Selbstorganisierte Teams sind der Schlüssel zu Agilität und Innovation. Führungskräfte müssen lernen, Verantwortung abzugeben und Teams zu befähigen, eigenständig zu arbeiten^2.

Align Constraints (Rahmenbedingungen abstimmen): Anstatt strikte Regeln vorzugeben, schaffen gute Führungskräfte Rahmenbedingungen, innerhalb derer Teams frei agieren können^2.

Develop Competence (Kompetenzen entwickeln): Kontinuierliches Lernen und die Entwicklung von Fähigkeiten sind entscheidend für den langfristigen Erfolg^3.

Grow Structure (Strukturen entwickeln): Organisationsstrukturen sollten organisch wachsen und sich an veränderte Bedingungen anpassen können^3.

Improve Everything (Alles verbessern): Kontinuierliche Verbesserung ist ein zentraler Wert. Organisationen sollten ständig experimentieren, messen, lernen und anpassen^3.

Praktische Werkzeuge und Methoden

Management 3.0 zeichnet sich durch seinen pragmatischen Ansatz aus und bietet zahlreiche praktische Tools für den Arbeitsalltag:

Moving Motivators: Ein Kartenspiel, das hilft, die intrinsischen Motivatoren von Teammitgliedern zu identifizieren und zu verstehen^2.

Delegation Poker: Ein Werkzeug, um den richtigen Grad der Delegation für verschiedene Entscheidungen zu finden, von „Ich entscheide“ bis „Ich delegiere vollständig“^2.

Feedback Wraps: Eine Methode, um konstruktives Feedback zu geben, das tatsächlich angenommen und umgesetzt wird^2.

Merit Money: Ein alternatives Belohnungssystem, bei dem Teammitglieder einander für gute Leistungen belohnen können^9.

Diese Tools sind flexibel und können an die spezifischen Bedürfnisse verschiedener Organisationen angepasst werden. Sie unterstützen den Grundgedanken, dass Management eine kollektive Verantwortung ist.

Anwendungsbeispiele aus der Praxis

Management 3.0 hat sich in verschiedenen Organisationen weltweit als erfolgreich erwiesen:

AmbevTech, ein technologisches Zentrum von Anheuser Busch Inbev, wuchs innerhalb von sechs Monaten von 400 auf 1000 Mitarbeiter. Nach enttäuschenden Ergebnissen bei der Mitarbeiterzufriedenheit im Jahr 2019 führte das Unternehmen Management 3.0 ein. Das Ergebnis: Innerhalb eines Jahres wurde AmbevTech zu einem der besten IT-Unternehmen Brasiliens, mit einer Steigerung der Kundenzufriedenheit um 78%^9.

CSS Insurance, ein führendes Krankenversicherungsunternehmen in der Schweiz, implementierte Management 3.0-Praktiken erfolgreich im gesamten Unternehmen^9.

Knowledge21 experimentierte neun Monate lang mit dem Management 3.0-Tool „Merit Money“, um ihren Agile Coaches praktische Erfahrungen zu ermöglichen^9.

Diese Beispiele zeigen, dass Management 3.0 in unterschiedlichen Branchen erfolgreich eingesetzt werden kann und signifikante Verbesserungen in Bereichen wie Mitarbeiterzufriedenheit und Kundenorientierung bewirken kann.

unFIX: Flexible Organisationsgestaltung

Konzept und Grundprinzipien

unFIX ist ein innovativer Ansatz für Organisationsdesign, der ebenfalls von Jurgen Appelo entwickelt wurde. Im Gegensatz zu vielen traditionellen agilen Skalierungsframeworks schreibt unFIX keine starre Struktur oder spezifische Rollen und Prozesse vor. Stattdessen bietet es ein flexibleres und anpassungsfähigeres Modell, das die Bedeutung von menschlicher Expertise und kontinuierlichem Wandel betont^10.

unFIX basiert auf sechs Kernprinzipien:

Purpose (Zweck): Jede Organisation sollte einen klaren Zweck oder eine Mission haben, die als Leitlinie dient^10.

Value (Wert): Der Fokus sollte auf der Schaffung von Wert für Kunden und Stakeholder liegen^10.

Competence (Kompetenz): Mitarbeiter sollten ermutigt werden, ihre Fähigkeiten und Expertise zu entwickeln^10.

Collaboration (Zusammenarbeit): Teams sollten zusammenarbeiten und Informationen austauschen, um ihre Ziele zu erreichen^10.

Trust (Vertrauen): Organisationen sollten eine Kultur des Vertrauens und der Transparenz fördern^10.

Improvement (Verbesserung): Kontinuierliche Verbesserung sollte gefördert und unterstützt werden^10.

Diese Prinzipien bilden die Grundlage für ein flexibles Organisationsmodell, das sich an die spezifischen Bedürfnisse und Kontexte unterschiedlicher Unternehmen anpassen kann.

Die Bausteine von unFIX

unFIX bietet verschiedene „Patterns“ oder Muster, mit denen Organisationen ihre eigene Struktur aufbauen können:

Crews: Kleine, selbstorganisierende Teams von 3-7 Personen (idealerweise 5), die für spezifische Aspekte der Produktentwicklung oder organisatorische Bedürfnisse verantwortlich sind. Crews sind flexibler als stabile Teams in anderen Frameworks und können bei Bedarf neu zusammengesetzt werden^10.

Bases: Größere Einheiten von 10-150 Personen, die als „Heimatbasen“ für Crews dienen. Sie definieren den übergeordneten Zweck der Crews und umfassen alle notwendigen Fähigkeiten für die Produktentwicklung und den Geschäftsbetrieb^11.

Forums: Plattformen für den Wissensaustausch zwischen Spezialisten. Sie ähneln den Chapters im Spotify-Modell und fördern die Zusammenarbeit und den Austausch von Best Practices^11.

Entscheidungsmuster: unFIX bietet explizite Muster für die Entscheidungsfindung, darunter „Voting Options“ (verschiedene Grade der Zustimmung) und „Delegation Levels“ (verschiedene Grade der Entscheidungsübertragung)^12.

Diese Bausteine ermöglichen es Organisationen, ihre eigene Struktur flexibel zu gestalten und bei Bedarf anzupassen, ohne ein starres Framework übernehmen zu müssen.

Umsetzung und Anwendungsbereiche

Die Implementierung von unFIX beginnt in der Regel mit der Visualisierung der aktuellen Organisationsstruktur und der Identifizierung von Verbesserungspotentialen. Da unFIX keine vorgefertigte Lösung bietet, sondern ein Toolset zum Organisationsdesign, können Organisationen die Bausteine auswählen, die am besten zu ihren spezifischen Bedürfnissen passen.

Besonders hilfreich sind die Entscheidungsmuster von unFIX:

Voting Options: In vielen Organisationen kommt es oft zu Missverständnissen und Konflikten rund um Entscheidungen. unFIX bietet mit den Voting Options ein Werkzeug, das hilft, Entscheidungsprozesse explizit zu machen. Statt einfacher Ja/Nein-Entscheidungen können Teammitglieder ihre Zustimmung auf einer Skala abstufen^12.

Delegation Levels: Ähnlich wie das Delegation Poker in Management 3.0 hilft dieses Tool dabei, den Grad der Entscheidungsübertragung explizit zu machen und Missverständnisse zu vermeiden^12.

Die flexible Natur von unFIX ermöglicht es, das Modell an unterschiedliche Organisationsgrößen und -strukturen anzupassen, von kleinen Startups bis zu großen Unternehmen mit mehreren Divisionen.

Wann ist unFIX besonders hilfreich?

unFIX ist besonders nützlich in folgenden Situationen:

Für Organisationen im Wandel: Unternehmen, die sich in einer Phase der Transformation befinden, können von der Flexibilität und Anpassungsfähigkeit von unFIX profitieren^11.

Bei Bedarf an flexiblen Strukturen: Organisationen, die feststellen, dass starre Hierarchien oder vorgeschriebene Frameworks ihre Agilität einschränken, können mit unFIX flexiblere Strukturen schaffen^10.

In komplexen, sich schnell verändernden Umgebungen: In Märkten oder Branchen, die durch hohe Komplexität und schnellen Wandel gekennzeichnet sind, bietet unFIX die notwendige Flexibilität, um schnell auf Veränderungen zu reagieren^10.

Für Organisationen, die eine gemeinsame Sprache suchen: unFIX bietet eine „Sprache“ und Visualisierungsmöglichkeiten, die helfen, die Realität in Unternehmen besser zu verstehen und gezielt weiterzuentwickeln^12.

Ein besonderer Vorteil von unFIX ist, dass es nicht mit anderen agilen Praktiken oder Frameworks konkurriert, sondern diese ergänzen kann. So können Organisationen beispielsweise Scrum auf Team-Ebene praktizieren und gleichzeitig unFIX für die übergreifende Organisationsstruktur nutzen.

M3K: Die Verschmelzung zweier Welten

Hintergrund des Zusammenschlusses

Am 25. November 2024 wurde offiziell bekannt gegeben, dass Management 3.0 und unFIX ihre Kräfte bündeln und ab Januar 2025 als M3K gemeinsam weitermachen werden^14. Dieser Zusammenschluss ist das Ergebnis monatelanger Gespräche zwischen den Teams beider Ansätze, die in fünf verschiedenen Ländern (Niederlande, Belgien, Frankreich, Deutschland und Spanien) basiert sind^14.

Die Motivation für diesen Zusammenschluss erklärt Jurgen Appelo in seinem Blog: „Die agile Bewegung verliert an Schwung, aber Manager benötigen mehr Orientierung denn je. Es ist Zeit für einen neuen Ansatz.“^14 Die Fusion zielt darauf ab, eine umfassendere Lösung für die Herausforderungen moderner Organisationen zu bieten, insbesondere im Kontext der zunehmenden Bedeutung von Künstlicher Intelligenz.

Der Zusammenschluss von Management 3.0 und unFIX ist mehr als nur eine Kombination zweier Ansätze – es ist eine komplette Neuausrichtung und Pivot zu einem anderen Geschäftsmodell, das den Anforderungen des KI-Zeitalters gerecht werden soll^14.

Das neue Angebot von M3K

M3K positioniert sich als Lösung für Führungskräfte in einer Welt, in der sich die Arbeit schneller denn je verändert und traditionelle Führung nicht mehr ausreicht^13. Das Angebot von M3K umfasst zwei Hauptpfade für die Führungsentwicklung:

Pioneer3K: Unter dem Motto „Cut the red tape, Survive the Matrix“ richtet sich dieser Pfad an Führungskräfte, die neue Führungskonzepte erkunden und ihre Fähigkeiten weiterentwickeln möchten^13. Es geht darum, bürokratische Hürden zu überwinden und in der komplexen Matrixstruktur moderner Organisationen zu navigieren.

Facilitator3K: Mit dem Slogan „Stop Transformations, Start Revolutions“ spricht dieser Pfad Führungskräfte an, die andere befähigen und trainieren wollen^13. Anstatt sich auf inkrementelle Transformationen zu konzentrieren, geht es hier um revolutionäre Veränderungen, die Organisationen tiefgreifend umgestalten.

Diese beiden Pfade bauen auf den bewährten Prinzipien von Management 3.0 und den flexiblen Organisationsstrukturen von unFIX auf, richten sie aber neu an den Anforderungen des KI-Zeitalters aus.

Vision und Zukunftsperspektive

Die Vision von M3K ist es, Führung im Zeitalter der KI neu zu definieren^13. In einer Arbeitswelt, die von Automatisierung, Algorithmen und künstlicher Intelligenz geprägt ist, müssen Führungskräfte neue Fähigkeiten entwickeln und Organisationen neu gestalten, um relevant zu bleiben und erfolgreich zu sein.

Konkrete Details zur zukünftigen Ausrichtung von M3K sind noch begrenzt, da Jurgen Appelo in seinem Blog ankündigt, dass weitere Updates zu Themen wie Purpose, Values, Principles, Branding und Business Model in den kommenden Tagen und Wochen folgen werden^14.

Was jedoch bereits klar ist: M3K zielt darauf ab, über die traditionelle agile Bewegung hinauszugehen und einen umfassenderen, zukunftsorientierten Ansatz für Management und Führung zu bieten^13. Die Kombination aus den bewährten Praktiken von Management 3.0, dem flexiblen Organisationsdesign von unFIX und einem neuen Fokus auf KI-gestützte Arbeitsumgebungen verspricht, Organisationen für die Herausforderungen der Zukunft zu rüsten.

Praktische Anwendung: Wann ist welcher Ansatz sinnvoll?

Management 3.0 anwenden

Ideale Einsatzszenarien: Management 3.0 ist besonders wertvoll für Organisationen, die bereits agile Methoden auf Team-Ebene einsetzen, aber Schwierigkeiten haben, diese mit traditionellen Managementpraktiken in Einklang zu bringen^3. Es eignet sich auch hervorragend für Unternehmen, die ihre Führungskultur modernisieren möchten, ohne ihre gesamte Organisationsstruktur zu verändern.

Erste Schritte zur Implementation:

  1. Schaffen Sie eine gemeinsame Wissensbasis, indem Sie die Grundliteratur lesen und/oder an Management 3.0-Workshops teilnehmen^8.
  2. Identifizieren Sie konkrete Probleme oder Herausforderungen in Ihrer Organisation, die mit Management 3.0-Praktiken adressiert werden könnten.
  3. Experimentieren Sie mit einzelnen Tools wie Moving Motivators oder Delegation Poker in einem kleinen, kontrollierten Umfeld^8.
  4. Reflektieren Sie regelmäßig über die Ergebnisse und passen Sie Ihren Ansatz entsprechend an.
  5. Erweitern Sie die erfolgreichen Praktiken schrittweise auf andere Teams oder Bereiche der Organisation.

Häufige Herausforderungen und Lösungsansätze:

  • Widerstand gegen Veränderung: Beginnen Sie mit kleinen, unbedrohlichen Änderungen und zeigen Sie frühe Erfolge, um Vertrauen aufzubauen^4.
  • Mangelnde Unterstützung durch das Top-Management: Sammeln Sie Daten, die den Geschäftswert von Management 3.0-Praktiken belegen, und präsentieren Sie Fallstudien von erfolgreichen Unternehmen^9.
  • Schwierigkeiten bei der Delegation: Nutzen Sie das Delegation Poker, um explizit zu machen, welche Entscheidungen auf welcher Ebene getroffen werden sollten^2.
  • Kulturelle Hindernisse: Erkennen Sie an, dass Kulturwandel Zeit braucht, und konzentrieren Sie sich darauf, Werte und Prinzipien vorzuleben^4.

unFIX implementieren

Passende Organisationsstrukturen: unFIX ist ideal für Organisationen, die flexibler werden und ihre Struktur an sich ändernde Geschäftsanforderungen anpassen möchten^10. Es eignet sich besonders für Unternehmen, die mit starren Hierarchien zu kämpfen haben, sowie für schnell wachsende Organisationen, die skalieren müssen, ohne an Agilität zu verlieren.

Vorgehensweise bei der Einführung:

  1. Visualisieren Sie Ihre aktuelle Organisationsstruktur mit den unFIX-Patterns, um ein gemeinsames Verständnis zu schaffen^11.
  2. Identifizieren Sie Problembereiche oder Engpässe in der aktuellen Struktur.
  3. Experimentieren Sie mit alternativen Strukturen auf Papier oder in Workshops, bevor Sie tatsächliche Änderungen vornehmen.
  4. Implementieren Sie Veränderungen schrittweise, beginnend mit den Bereichen, die am meisten von einer flexibleren Struktur profitieren würden.
  5. Führen Sie explizite Entscheidungsmuster wie Voting Options und Delegation Levels ein, um Klarheit und Transparenz zu schaffen^12.
  6. Überprüfen und iterieren Sie die Struktur regelmäßig, um sie an veränderte Bedürfnisse anzupassen.

Vorteile gegenüber starren Frameworks:

  • Adaptierbarkeit: unFIX kann an die spezifischen Bedürfnisse und Kultur Ihrer Organisation angepasst werden, anstatt eine Einheitslösung vorzuschreiben^10.
  • Flexibilität: Die modulare Natur von unFIX ermöglicht es, einzelne Bausteine zu implementieren, ohne das gesamte System auf einmal zu ändern^11.
  • Visualisierung: Die unFIX-Patterns bieten eine gemeinsame Sprache und visuelle Darstellungsmöglichkeiten, die helfen, komplexe Organisationsstrukturen zu verstehen und zu optimieren^12.
  • Kompatibilität: unFIX konkurriert nicht mit anderen agilen Frameworks, sondern kann diese auf organisatorischer Ebene ergänzen^10.

Mit M3K in die Zukunft

Vorbereitung auf AI-gestützte Arbeitsumgebungen:

  1. Entwickeln Sie ein Verständnis dafür, wie KI Ihre Branche und Organisation beeinflussen wird.
  2. Identifizieren Sie Bereiche, in denen KI menschliche Arbeit ergänzen oder ersetzen könnte, und planen Sie entsprechende Umschulungs- oder Umstrukturierungsmaßnahmen.
  3. Experimentieren Sie mit KI-Tools und -Plattformen, um praktische Erfahrungen zu sammeln und Lernkurven zu verkürzen.
  4. Fördern Sie eine Kultur der Offenheit gegenüber technologischen Veränderungen und des kontinuierlichen Lernens.

Integration von Management 3.0 und unFIX-Praktiken:

  1. Nutzen Sie Management 3.0-Tools wie Moving Motivators, um die intrinsischen Motivatoren Ihrer Teammitglieder im Kontext von AI-gestützter Arbeit zu verstehen^2.
  2. Implementieren Sie flexible Organisationsstrukturen mit unFIX, die schnelle Anpassungen an technologische Veränderungen ermöglichen^10.
  3. Kombinieren Sie die Entscheidungsmuster beider Ansätze (Delegation Poker, Voting Options), um klare und transparente Entscheidungsprozesse zu schaffen^2.
  4. Nutzen Sie die sechs Perspektiven von Management 3.0 als Rahmen, um sicherzustellen, dass alle wichtigen Aspekte bei der Gestaltung Ihrer KI-Strategie berücksichtigt werden^3.

Langfristige Strategie für organisatorische Agilität:

  1. Entwickeln Sie eine klare Vision für die Rolle von KI in Ihrer Organisation und kommunizieren Sie diese transparent an alle Beteiligten.
  2. Schaffen Sie eine Lernkultur, die kontinuierliche Entwicklung und Anpassung an neue Technologien und Arbeitsmethoden fördert.
  3. Bauen Sie Führungskapazitäten auf allen Ebenen auf, indem Sie Management 3.0-Prinzipien über die gesamte Organisation verteilen^4.
  4. Gestalten Sie flexible, zweckorientierte Teams (Crews), die schnell auf Markt- oder Technologieveränderungen reagieren können^10.
  5. Implementieren Sie regelmäßige Reflexions- und Anpassungszyklen, um Ihre Strategie und Struktur kontinuierlich zu optimieren.

Fazit: Der Weg zu einem zukunftsfähigen Management

Die Fusion von Management 3.0 und unFIX zu M3K markiert einen bedeutenden Meilenstein in der Evolution moderner Managementpraktiken^14. Sie reflektiert die wachsende Erkenntnis, dass traditionelle Führungsansätze den Herausforderungen des KI-Zeitalters nicht mehr gewachsen sind und dass Organisationen neue Wege finden müssen, um agil, anpassungsfähig und innovativ zu bleiben.

Management 3.0 hat uns gelehrt, dass Management eine kollektive Verantwortung ist und dass Führungskräfte als Systemgestalter fungieren sollten, die ein Umfeld schaffen, in dem Menschen ihr Bestes geben können^4. Die sechs Perspektiven bieten einen umfassenden Rahmen für moderne Führung, der durch praktische Tools und Methoden unterstützt wird.

unFIX hat diese Prinzipien auf die Organisationsebene erweitert und ein flexibles, anpassungsfähiges Modell für Organisationsdesign geschaffen^10. Mit Bausteinen wie Crews, Bases und Forums sowie expliziten Entscheidungsmustern ermöglicht unFIX Organisationen, ihre eigene Struktur zu gestalten und kontinuierlich zu optimieren.

Mit M3K gehen diese Ansätze nun einen Schritt weiter und adressieren die spezifischen Herausforderungen des KI-Zeitalters^13. Die beiden Pfade – Pioneer3K und Facilitator3K – bieten Führungskräften unterschiedliche Wege, ihre Fähigkeiten zu entwickeln und ihre Organisationen auf die Zukunft vorzubereiten.

Für Führungskräfte und Organisationen, die in einer zunehmend komplexen und technologiegetriebenen Welt erfolgreich sein wollen, bieten Management 3.0, unFIX und M3K wertvolle Ressourcen und Inspirationen. Der Schlüssel zum Erfolg liegt darin, diese Ansätze nicht als starre Rezepte zu betrachten, sondern als flexible Werkzeugkästen, die an die spezifischen Bedürfnisse jeder Organisation angepasst werden können.

Indem wir die Prinzipien des agilen Managements, des flexiblen Organisationsdesigns und der zukunftsorientierten Führung in unsere tägliche Praxis integrieren, können wir Organisationen schaffen, die nicht nur auf die Herausforderungen von heute reagieren, sondern auch für die Möglichkeiten von morgen gerüstet sind.

Die Reise zu einem zukunftsfähigen Management hat gerade erst begonnen, und M3K verspricht, ein wichtiger Wegweiser auf diesem Pfad zu sein. Bleiben Sie neugierig, experimentierfreudig und offen für neue Ideen – denn in einer Welt des ständigen Wandels ist die Fähigkeit zu lernen und sich anzupassen vielleicht die wichtigste Führungsqualität überhaupt.

Bildquellen:

Sebastian Krebs

Die Zukunft der Arbeit orientiert sich an den persönlichen Bedürfnissen und Potenzialen der Menschen und ist dem Gemeinwohl im Dreiklang von Ökonomie, Ökologie und Sozialem verpflichtet. Ich möchte den Menschen Inspiration, Wissen und Hilfestellung geben, damit sie selbstwirksam Unternehmen gestalten können, die an diese Zukunft der Arbeit glauben.

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